Über mich

Ich heiße Leonard Mathias und bin 20 Jahre alt. Ich wohne nun schon seit längerer Zeit wieder in meiner Wahlheimat Heuchelheim bei Gießen. Trotz vielseitigster Interessen (Medizin, Journalismus, Unterrichten, Naturwissenschaften, …) wusste ich auf die obligatorische Frage „Und was machst du nach dem Abi?“ nie etwas Definitives zu sagen. Andere sprachen von (Auslands-)Studium, Au-pair-Tätigkeit oder Ausbildung.
Aber ich? Keine Ahnung...
Also musste ich mich erstmal orientieren um mir über meine Interessen und Berufswünsche klar zu werden.
Ein wirklich guter Zivildienst musste her!
Und ursprünglich wollte ich auch beim Rettungsdienst Mittelhessen meinen Zivildienst ableisten, auf der Suche, ob der Arbeitsbereich meiner Mutter (sie ist Anästhesistin) nicht auch was für mich sei.
Doch ein kleiner Haken: Beim DRK war kein Platz mehr für mich...
Doch nicht umsonst sagt man, dass für jede sich schließende Tür sich gleich mehrere neue öffnen würden. Und genauso war es auch bei mir:
Irgendwann in der Weihnachtszeit 2009 erfuhr ich, dass man auch im Ausland seinen Zivildienst ableisten kann, wofür ich sofort Feuer und Flamme war:
Als sprachenliebender Mensch einmal eine andere Kultur ganz aus der Nähe kennen zu lernen, abseits der Touristenrouten; all dies schien mir damals und scheint mir auch heute noch ein gelungener Start in die Arbeitswelt nach 13 Jahren Schule, die einen ja nur bedingt auf das spätere Berufsleben vorbereitet.
Natürlich gehört zu so einem Ausbruch aus dem teilweise schon fest vorgeschriebenen Ablauf von Schule—Studium—Beruf auch etwas Mut und Abenteuerlust.
Aber abseits davon finde ich es wichtig, (auch für seine Berufswahl) in unserer globalisierten Welt immer auch „die anderen“ im Blick zu haben. Damit meine ich, auch mal über den Tellerrand einer deutschen Mittelstandsfamilie zu schauen und sehen, wie es Leuten in der „3. Welt“ geht, wie man ihnen vielleicht helfen kann und auch sein späteres Verhalten so ausrichten kann, dass man nicht auf die Kosten anderer lebt.
Also wurde sich fleißig beworben und siehe da — eine Tochterorganisation des Deutschen Roten Kreuzes, volunta, versprach, mich unter seine Fittiche zu nehmen und ins Ausland zu bringen, genauer: nach Nicaragua!